Freitag, 11. September 2015

Schmerz und Bedauern

Weiße Flocken langsam fallen,
hüllen die Welt ein in ein dichtes, weißes Tuch,
das bedeckt was einstmals war.

 
Nun steh ich hier
an diesen Orten
erfüllt mit all den kostbaren Momenten.
Momenten mit dir.
 Ich seh die Bilder,
die Zeit an mir vorüberziehen.
Aus Frühling wird Sommer,
Herbst und schließlich Winter.
An mir vorüber fliegt unsere Zeit.
Die Erkenntnis kam zu spät,
die Chance ist vertan.
Was mir bleibt -
die Splitter der Erinnerungen einzusammeln,
fest halten.
Das ist alles was bleibt.
Ich geh' zu den Plätzen,
die wir beide kannten.
Gemeinsame Augenblicke, Erlebnisse
so normal und einfach sie schienen,
so wunderbar sie doch waren
im Spiegel des Jetzt.
 Hier haben wir einst gespielt,
hier haben wir gelacht.
Doch was hat die Zeit mit uns gemacht?
Dachte noch wir bleiben zusammen,
für immer und für ewig
du an meiner Seite bist.
Freunde waren wir mal,
dachte ich bleiben wir.
Doch erst wenn man's verloren hat,
erkennt man das was wichtig ist.
Warum,
warum kam die Erkenntnis nur so spät?

Warum muss vorüber sein,
was noch nicht begonnen hat?
Weiter,
weiter entfernst du dich von mir.
Ich kann das Licht nicht mehr sehen.

Wünsche dir Glück und alles Gute,
will dir nur das Beste wünschen,
die Daumen drücken.
Doch innerlich - siehts anders aus.
Warum kann ich es nicht sein?
Schmerz mir zusammen drückt die Brust,
drückt auf mich.
Wieso fällt das Atmen mir so schwer?
Bist an der Seite eines anderen,
in weiß gekleidet,
wenn ich sagen - schreien will was in mir brennt
Ich liebe dich!
Schwarz wird meine Welt,
es ist vorbei.