Samstag, 6. Juli 2013

Thoughts

Es schneit unaufhörlich.
Sie steht an eine Laterne gelehnt da.
Regungslos, wartend.
Sie weiß nicht, warum sie wartet, aber sie tut es einfach.
Nur da stehen und warten.
Die Menschen, die in Massen an ihr vorbeiströmen sind wie Bilder, ohne Gesichter, ohne Geräusche.
Sie hört nur das leise rieselnde Geräusch des herabfallenden Schnees. Unablässig während sie wartet. Sie steht da, ohne eine einzige Bewegung und wartet, einer Statue gleich.
Wie lang sie wohl schon wartet?
Sie weiß es nicht. Es ist nicht wichtig.
Schneeflocken legen sich auf sie, schmelzen auf ihrer Haut, doch das ist egal, sie spürt keine Kälte.
Sie steht da und wartet.

Das Knirschen von Schritten im Schnee durchbricht das eintönige Rieseln des Schnees.
Ein Gefühl sagt ihr, das Warten sei vorbei.
Woher? Sie weiß es nicht.
Vor ihr teilt sich die endlose Flut an Menschen, Ströme links und rechts an ihr vorbei - eine Gasse schaffend.
Langsam hebt sie den Kopf, blickt auf - durch die nach unten tänzelnden Schneeflocken - den Blick nach vorn gerichtet. ...



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen